Familie, Schwangerschaft/Stillzeit

Möhren-Linsen-Suppe

1. Mai 2015

Möhren, Karotten oder wie man hier in Hamburg sagt Wurzeln gibt es den ganzen Winter über und bis jetzt in den Frühling hinein auf dem Wochenmarkt und das, obwohl die gelben Rüben als typisches Sommergemüse gelten. Mein Obst- und Gemüsehändler des Vertrauens meint, dass liege daran, dass die Bauern Anfang Juli die Möhren pflanzen und dann ab Oktober bis ins Frühjahr hinein ernten können. Übrigens empfiehlt er die sogenannten Moor-Möhren, die mir vorher nie besonders aufgefallen sind. Moor-Möhren werden wie der Name schon vermuten lässt, in moorartigen, nährstoffarmen Böden angebaut, wodurch sie langsamer wachsen und ein intensiveres Aroma aufweisen und insgesamt weniger mit Nitrat belastet seien (deshalb eignen sie sich auch besonders für den Babybrei).

Zutaten (für 8 Portionen):

  • 400 g rote Linsen
  • 1 kg Möhren
  • 2,5 l Gemüsebrühe
  • 6 EL Olivenöl
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 kleine Gemüsezwiebeln
  • 30 g frischer Ingwer
  • 2 Lorbeerblätter
  • 2 TL Curry
  • 2 TL Fenchelsaat
  • 1 Becher Creme fraiche
  • 6 EL Zitronensaft
  • nach Geschmack:
  • Salz und Pfeffer
  • Dill oder Schnittlauch

 

Linsen in ein Sieb geben und kalt abspülen, dann in einem Sieb abtropfen lassen.

Öl in einem großen Topf erhitzen und die zuvor gewaschenen, geputzten und gewürfelten Möhren bei mittlerer Hitze ungefähr 5 Minuten anbraten. Dann  Knoblauch, Zwiebel und Ingwer hinzu geben und glasig dünsten. Die abgetropften Linsen ebenfalls hinzugeben und kurz mit dünsten lassen. Dann Fenchelsaat, Lorbeer  und Curry zugeben und mit der Brühe ablöschen. Die Suppe bei mittlerer Temperatur ungefähr 20 Minuten weich garen. Im Anschluss die Suppe mit dem Pürierstab sehr fein pürieren. Die Creme fraiche unterrühren und mit Salz und Pfeffer sowie dem Zitronensaft würzen. Zuletzt die Suppe mit Kräutern bestreuen und nochmals abschmecken.

Es gibt viele verschiedene Linsensorten, allein in Indien sind mehr als 50 Sorten verbreitet. Man unterscheidet die verschiedenen Linsenarten nach ihrer Größe und Farbgebung. Die bekannteste Linsensorte, zumindest im deutschen Sprachraum sind die sogenannten Tellerlinsen, die mit 6 bis 7 mm verhältnismäßig groß sind und die typische Zutat im Linseneintopf sind. Darüber hinaus sind bei uns vor allem Rote Linsen, Gelbe Linsen und Beluga-Linsen (schwarz) verbreitet. Linsen werden im Handel geschält oder ungeschält angeboten. Die geschälten Linsen sind aufgrund des geringeren Ballaststoffanteils leichter verdaulich und damit besser bekömmlich, während die ungeschälten Linsen höhere Nährstoffe aufweisen und aromatischer schmecken. Linsen können an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort mindestens ein Jahr aufbewahrt werden.

Linsen enthalten viele Ballaststoffe und sind dadurch besonders sättigend. Zudem enthalten sie viel Eiweiß (wichtige Alternative für Vegetarier) und Kohlenhydraten sowie wenig Fett und einige B-Vitamine. Allerdings enthalten Linsen einen relativ hohen Puringehalt und sind für Menschen mit erhöhten Harnsäurespiegel und Gicht nicht besonders geeignet.

 

 

 

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