Der Mittagsbrei (Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei)

Die WHO (World Health Organisation) empfiehlt sechs Monate ausschließlichen Stillens und ab dem siebten Monat Beikost einzuführen. Kinderärzte sind da meist etwas forscher: Ab dem 5. Monat sei es möglich mit der Beikost zu starten. Wie auch immer ihr euch entscheidet, es macht Sinn mit dem Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei zu starten, das soll eine ausreichende Eisenversorgung des Baby’s sichern.

Die Zubereitung ist ganz einfach: Das Gemüse wird mit dem zerkleinerten Fleisch (oder Hackflesich) und den Kartoffeln mit etwas Wasser zusammen gegart. Das Kochwasser kann dann abgegossen und aufgefangen werden und zur richitigen Konsisitenz des Breies am Ende wieder hinzu gefügt werden. Wichtig ist, die Beikost sollte langsam eingeführt werden (löffelweise), so hat das Verdauungssystem genug Zeit, sich an neue Lebensmittel zu gewöhnen. Nach Expertenmeinung soll jeden Monat eine Milchmahlzeit durch eine Breimahlzeit ersetzt werden. So die Theorie und wie so oft sieht die Praxis etwas anders aus. Jedes Kind hat sein eigenes Tempo und am Ende essen sie alle… 😉

Zu Beginn verwendet man zunächst eine Gemüsesorte. Als erste Gemüsesorten eignen sich besonders: Karotte, Pastinake, Kürbis und Zucchini, da sie in der Regel gut verträglich sind und mild im Geschmack sind. Nach ein paar Tagen wird der Gemüsebrei um die Kartoffel erweitert. Nach wiederrum ein paar Tagen kommt dann das Öl zum Brei und zuletzt führt man das Fleisch ein! Es sollte immer nur ein neues Lebensmittel eingeführt werden, so dass man eine Unverträglichkeit leichter einem bestimmten Nahrungsmittel zu ordnen kann.

Hier das vollständige Rezept für eine komplette Breimahlzeit (Mittagsbrei):

Zutaten:

  • 100 g Gemüse
  • 50 g Kartoffeln
  • 8 g Öl (ungefähr ein Teelöffel)
  • 30 g Fleisch
  • 30 g Apfelmus (entweder direkt in den Brei hineinmischen oder als Nachtisch servieren)

 

Fleisch:

Es wird empfohlen ab dem siebten Monat Babys Fleisch anzubieten, damit ein eventueller Eisenmangel vermieden wird. Rotes Fleisch wie zum Beispiel Rindfleisch enthält besonders viel gut verfügbares Eisen und Zink und sollte daher zunächst Schwein oder Geflügel vorgezogen werden. Es eignen sich magere Teilstücke (Fett ggf. händisch entfernen). Meine Hebamme empfiehlt 5 mal pro Woche einen fleischhaltigen Brei zu füttern, damit die Eisenspeicher langsam aufgefüllt werden können.

Als Alternative zu Fleisch eignet sich Hirse oder Hafer, da diese Getreidesorten leicht verdaulich sind und als Instantflocken für Babys angeboten werden.

Fisch:

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt Abwechslung bei der Auswahl der Beikostzutaten: anstelle von Fleisch sollte gelegentlich Fisch gegeben werden.

Fisch enthält, wie Fleisch auch, gut verfügbares Eisen und darüber hinaus aber auch Jod.

Es empfiehlt sich zum Beispiel Lachs (hoher Gehalt an Omega-3-Fettsäuren), Kabeljau oder Seelachs zu verwenden (am besten ein Filetstück, dass besonders grätenarm ist).

Laut verschiedenen Studien lässt sich durch die Gabe von Fisch im Babyalter das Allergierisiko minimieren. Allerdings ist noch nicht sicher wie häufig er im Wochenplan gefüttert werden sollte. Die Studienergebnisse variieren von 1 – 2 Mal pro Woche bis 2 – 3 Mal pro Monat. Wie so oft liegt die Wahrheit wahrscheinlich irgendwo in der Mitte…

Beikost-Öl:

Fette (Lipide) sind für vielfältige Aufgaben im Körper verantwortlich (z.B. als Brennstoff).

Fette sind reichlich in der Muttermilch enthalten, so dass die Baby´s eine entsprechend fettreiche Ernährung erhalten sollen. Würde man auf das zusätzliche Öl im Brei verzichten, müssten die Säuglinge, um eine ausreichende Kalorienzufuhr zu gewährleisten, sehr große Nahrungsmengen aufnehmen.

Wichtig ist allerdings die Fettqualität:

Man unterscheidet zwischen den gesättigten und den ungesättigten Fettsäuren.

Die gesättigten Fettsäuren sind vor allem in tierischen Lebensmitteln, wie Butter, Fleisch und Käse enthalten und sollten nur sparsam verwendet werden.

Die einfach ungesättigten Fettsäuren sind zum Beispiel im Olivenöl enthalten.

Zu den essentiellen Fettsäuren gehören die mehrfach ungesättigten Omega-6- und Omega-3- Fettsäuren, die der Mensch selbst nicht bilden kann und nur mit der Nahrung zugeführt werden kann (zum Beispiel Rapsöl). Übrigens Omega-3-Fettsäuren können dazu beitragen eine Koronare Herzkrankheit (und im schlimmsten Fall den Herzinfarkt) vorzubeugen. Auch auf rheumatische Erkrankungen scheinen Omega-3-Fettsäuren einen positiven Einfluss zu nehmen.

Im Handel gibt es einige Hersteller, die Beikost-Öl anbieten. Dabei handelt es sich meistens um eine Mischung aus verschiedenen Ölsorten, die besonders die wichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren enthalten (z.B. Rapsöl, Sonnenblumenöl, Maiskeimöl…).

Rapsöl ist für die Babynahrung insgesamt sehr gut geeignet, das es einen neutralen Geschmack hat und preiswert ist.

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